{"id":1495,"date":"2020-10-20T12:15:46","date_gmt":"2020-10-20T10:15:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/?page_id=1495"},"modified":"2023-03-16T08:39:13","modified_gmt":"2023-03-16T07:39:13","slug":"x_klaus_soppe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/en\/x_klaus_soppe\/","title":{"rendered":"x_Klaus_Soppe"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Seiten Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#f25d1d&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;15deg&#8220; background_enable_image=&#8220;off&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; custom_margin=&#8220;2px||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;||20px|||&#8220; inline_fonts=&#8220;Open Sans&#8220;]<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-large; font-family: 'Open Sans'; font-weight: normal; color: #ffffff;\">Interview mit Klaus Soppe<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Teilnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;90px|0px|0px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||3px|||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;||-2px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Thema des Kunstwettbewerbs ist der menschliche K\u00f6rper. Ist er ein zentrales Thema Ihres Oeuvres?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nein, nicht als solches. Nat\u00fcrlich bleibt f\u00fcr meine Auffassung der menschliche K\u00f6rper in der Kunst in einer zentralen Rolle. Aber es ist nicht zwingend, diesem auch einen vordergr\u00fcndigen Raum im k\u00fcnstlerischen Ausdruck zu geben. Auch in seiner sichtbaren und sp\u00fcrbaren Abwesenheit kann ein K\u00f6rper (oder ein Mensch) beim Betrachter anwesend sein. So ist f\u00fcr meine Auffassung das Gegen\u00fcber des mutigen Jungen f\u00fcr den Betrachter pr\u00e4sent. Er erkennt oder \u00bb<span style=\"background-color: #ffffff; font-size: 16px;\">f\u00fc<\/span><span style=\"font-size: 16px;\">hlt\u00ab einen zweiten Anwesenden in diesem Bild.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein menschlicher K\u00f6rper \u2013 und dessen Zustand \u2013 kann auch alleine in einem Portr\u00e4t pr\u00e4sent sein. Die von 1991 bis 1992 entstanden Portr\u00e4t-Serie \u00bbM\u00fcnchner Stadtstreicher\u00ab zeigt neun Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen waren. In deren Gesichtern spiegelt sich f\u00fcr mich der ganze Mensch wider.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zwei Bilder, die mich in ihrer Ausstrahlung nachhaltig beeindruckt haben, sind Vincent van Goghs Stillleben mit einem paar alten Schuhen und der leere Stuhl mit Pfeife und Tabak. In beiden Bildern f\u00fchle ich die Anwesenheit des Malers. Und im Falle des Bildes mit leerem Stuhl besonders stark seine Einsamkeit und vielleicht seinen tiefen Wunsch nach einem Freund oder einem Begleiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Es scheint oft, als k\u00f6nne man Ihre Werke in Motivwahl und Art der Darstellung auf den ersten Blick erfassen: unmittelbar, deutlich, \u00fcberdeutlich. Wenn man die Bilder l\u00e4nger ansieht, wird ein Motiv wie der mutige Junge, der sich aus dem Grund des Gem\u00e4ldes gel\u00f6st dem Betrachter entgegenstellt, r\u00e4tselhaft genug. Ebenso ist es die (\u00dcber-) Deutlichkeit des Farbkontrastes, die das Auge bet\u00e4ubt und verwirrt. Darf man das so<\/strong> <strong>sagen: Ihr Werk als <em>Irritation der Deutlichkeit<\/em>? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Oh, ein sch\u00f6ner Begriff und gerne darf man das so sagen. Wenn es so empfunden wird, freut es mich. Gerade bei dem Bild \u00bbMutiger Junge\u00ab erschien es mir wichtig, dass diese Empfindung klar zum Ausdruck kommt. Es ist eine Kindheitserinnerung und der Junge auf dem Bild ist eine reale Person. Nicht ich selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ja, es soll den Betrachter verst\u00f6ren und zum Nachdenken bringen, warum ein kleiner Junge sich mit einem beachtlichen Messer in der Hand einem drohend gegen\u00fcberstellt. Warum kommt ein Kind in eine solche Lage, die ihn zu so einer Reaktion zwingt, und wer tr\u00e4gt die Verantwortung daf\u00fcr? Ich denke, es ist nicht der Junge, den man als Betrachter f\u00fcrchten muss, und ich denke, es gibt zu viele Kinder in einer \u00e4hnlichen Situation.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Sektion1&#8243; _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|2px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/05-2017-SOPPE-Malerei-Mutiger-Junge_0501.png&#8220; title_text=&#8220;Mutiger Junge, 2017&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;2px||41px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ce1b18;\">Klaus Soppe<br \/> MUTIGER JUNGE (2017)<br \/> Acrylfarben auf Leinwand, 120 x 90 cm<br \/> <span style=\"font-size: x-small;\">(c) Klaus Soppe<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ce1b18;\">Das Werk gewann den zweiten Preis des Kunstwettbewerbs der mSE Kunsthalle zum Thema DER MENSCHLICHE K\u00d6RPER\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ce1b18;\"><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Teilnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|0px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||3px|||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;||-2px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Farben haben in Ihrem Werk eine besondere Bedeutung. Welcher Art ist diese Bedeutung f\u00fcr Sie: symbolisch, emotional, subjektiv-assoziativ, physiologisch,\u00a0\u2026? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In erster Linie m\u00f6chte ich wohl das Miteinander der Farben in einem Bild weiter ergr\u00fcnden. Soweit ist das ein alter Hut und Johannes Itten hat dies bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts in Perfektion getan und u. a. die sieben Kontraste beim Sehen definiert wie u. a. den Komplement\u00e4rkontrast und den Simultankontrast \u2013 Kontraste, die insbesondere die Maler der klassischen Moderne besch\u00e4ftigten. Diese Maler wollten allesamt raus aus dem alten akademischen Muff und raus ans Licht im freien Malen und das Atmosph\u00e4rische in der Luft und Landschaft in ihren Bildern wiedergeben. Die Pointillisten \u2013 Neoimpressonisten \u2013, allen voran Georges Seurat und Paul Signac, fassten ihre Technik ebenso in ein analytisches System sowie in eine strukturierte Vorgehensweise und schufen so u. a. die \u00bbOptische Mischung\u00ab von Farben auf der Leinwand, indem zwei Prim\u00e4r- oder Sekund\u00e4rfarben klar begrenzt nebeneinander gesetzt wurden. Diese so gepunktete Fl\u00e4che ergab erst im Auge des Betrachters eine neue Mischfarbe bzw. einen neuen Farbton.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Vincent van Goghs Briefen an seinen Bruder Theo schw\u00e4rmte Vincent auch von der Wirkung von Komplement\u00e4rfarben. Allerdings nicht in einem aufl\u00f6senden Raster, sondern in gr\u00f6\u00dferen, nebeneinander gesetzten Farbfl\u00e4chen, und auch bei der \u00bbDekoration\u00ab \u2013 wie Vincent es nannte \u2013 seiner Bilder, sollten die Motive in komplement\u00e4ren Kontrasten nebeneinander h\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anders verwende ich den komplement\u00e4ren Kontrast bei meiner Malerei, indem ich ein Strichraster zweier komplement\u00e4rer Farben setze, das im Auge des Betrachters durch optische Mischung einen neuen Farbton ergibt. Itten wusste, dass das Mischen von Komplement\u00e4rfarben immer ein warmes Grau erzielt. Was aber noch entsteht, ist ein starkes Flimmern dieses komplement\u00e4ren Rasters, das die Fl\u00e4che aufzul\u00f6sen scheint und diese atmosph\u00e4risch und nicht greifbar erscheinen l\u00e4sst. Dies in Kombination mit einer realistischen Malerei schafft f\u00fcr mich einen neuen Ausdruck wie z. B. in der Arbeit \u00bbAndere Welt\u00ab aus dem Jahr 2017 oder in der kleinen siebenteiligen Hommage an Paul C\u00e9zanne \u00bbPauls \u00c4pfel\u00ab. Hier greife ich drei Apfel-Stillleben von Paul C\u00e9zanne formal auf und setze sie in meine Komplement\u00e4rfarben-Malerei um. Ich liebe Paul C\u00e9zannes Malereien und bewundere, dass er einer der Wegbereiter der modernen Malerei wurde \u2013 mit dem Malen von \u00c4pfeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Erst in zweiter Linie haben dann die Farben f\u00fcr mich einen symbolischen Charakter, den ich je nach Motiv meinen Malereien zuordne. In diesem Falle hat meine Malerei also wenig Spontanes oder Expressives im herk\u00f6mmlichen Sinne, ich empfinde sie aber selbst als sehr emotional.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Ihre Gem\u00e4lde betonen optische Ph\u00e4nomene, die sich wissenschaftlich-physiologisch erfassen lassen, die aber f\u00fcr den subjektiven Seheindruck sehr ungew\u00f6hnlich sind. Testen Sie die Wirkung Ihrer Gem\u00e4lde w\u00e4hrend der Entstehung an Probanden oder verlassen Sie sich stets auf die eigene Netzhaut? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In meiner Komplement\u00e4rfarben-Malerei gleiche ich die sensiblen Farbabstufungen gerne mir meiner Frau ab, Sandra hat ein besseres Farbsehen als ich es habe, wobei dann die Auswahl der Komplement\u00e4rkontraste auf meinen im Vorfeld angelegten Farbkartons nicht stark voneinander abweicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein gr\u00f6\u00dferer Fallstrick beim Farbsehen, insbesondere bei meiner Malerei, ist die Farbtemperatur der Beleuchtung. Dies wird schnell kritisch, sollte die Farbtemperatur der Beleuchtung zu \u00bbwarm\u00ab oder zu \u00bbkalt\u00ab werden, dann erscheinen die komplement\u00e4ren Farben in einem unerw\u00fcnschten Hell-Dunkel-Kontrast und das Ergebnis der Wirkung ist ein vollkommen anderes.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>In Ihrem Oeuvre haben Sie sich mit Portr\u00e4t, Akt, Landschaft und Stillleben den kanonischsten Genres der Kunstgeschichte gewidmet. Steht dahinter ein Grundsatz, ein Vorhaben \u2013 oder sind Sie Ihrer Inspiration gefolgt? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Vorhaben steht nicht dahinter, wenn, ist es unbewusst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich glaube, dass ich noch eine sehr altromantische Vorstellung von Kunst oder besser von Malerei lebe.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Sektion1&#8243; _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|2px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/cezannes-aepfel-6klein.jpg&#8220; title_text=&#8220;Pauls \u00c4pfel&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;2px||41px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ce1b18;\">Klaus Soppe<br \/> PAULS \u00c4PFEL 6<br \/><span style=\"font-size: x-small;\">(c) Klaus Soppe<\/span><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Teilnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|0px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||3px|||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;||-2px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Wenn Sie Ihre Arbeiten der letzten Jahre oder Jahrzehnte betrachten: Sehen Sie eine thematische Entwicklung ihres Werks oder vor allem eine formale Entwicklung? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Beides glaube ich in meinen Arbeiten zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Formalen empfinde ich, dass sich meine Arbeiten mehr und mehr vom Realismus, bzw. Fotorealismus l\u00f6sen. Dies ist auch bedingt durch die thematische Entwicklung. Heute versuche ich, meine experimentelle Mischung von realistischer- und Komplement\u00e4rfarben-Malerei weiter auszureizen, um zu sehen: Was kann ich noch mit Farben m\u00f6glich machen? Wenn ich die unterschiedlichen Umsetzungen in meinen Bildern betrachte, gewinne ich den Eindruck, dass durch diese Art der Anwendung und des Einsatzes der Farben und meiner neuen Technik sich noch sehr viel \u00fcberraschendes malerisches Neuland entdecken l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Thematisch glaube ich ebenso, eine Entwicklung in meinen Arbeiten zu sehen. Gerade w\u00e4hrend meines Studiums bei dem Popart- und Fluxusk\u00fcnstler Robin Page war dies, in vielen Gespr\u00e4chen mit ihm, immer wieder Thema. Damals fand ich es faszinierend, meinen Hang zum Realismus auszureizen, leider mit wenig Blick auf das Inhaltliche. \u00bbDon&#8217;t try to be clever!\u00ab, waren die regelm\u00e4\u00dfigen Kommentare meines Professors und es dauerte eine Weile, bis ich diese Nachricht verstand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine thematische Weiterentwicklung eines K\u00fcnstlers hat mit seiner inneren Reife zu tun, ich kann also meinen pers\u00f6nlichen, menschlichen Entwicklungsprozess nicht in meiner Malerei vorwegnehmen. Ich kann nur aufmerksam in mich hineinhorchen und auf die Sprache meiner Seele und Gedanken achten und dann versuchen, diese in meine Sprache der Malerei zu transkribieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es verlangt mir sehr viel Mut ab, einen technisch sicheren Pfad \u2013 der im Au\u00dfen immer wieder Anerkennung bringt \u2013 zu verlassen und einen Weg einzuschlagen, von dem ich nicht wei\u00df, wo er hinf\u00fchrt. Ich tue mich sehr schwer, das Unverst\u00e4ndnis anderer Menschen gegen\u00fcber meinen Arbeiten anzunehmen. Aber heute erwische ich mich immer seltener dabei, gefallen zu wollen. Oder wie Robin Page es mir \u00f6fter prophezeit hat: \u00bbYou can&#8217;t get off scot-free, nobody who takes painting seriously gets off scot-free!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sie sind Maler (Zeichner und Grafiker). Arbeiten Sie auch in &#8212; oder experimentieren Sie mit &#8212; anderen Kunstgattungen insbesondere Fotografie und Bildhauerei? Was kann der Fotorealismus, was eine Fotografie nicht kann? Was gewinnt ein Werk durch Zweidimensionalit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Fotorealismus wird oft mit Fotografie verglichen oder gleichgesetzt. Ich empfinde das als zu kurz gegriffen. Es bleiben technisch und inhaltlich zwei verschiedene Medien. Ebenso ist es mit dem Vergleich von Bildhauerei und Malerei, jeder Vergleich scheitert meiner Meinung nach. Die Besonderheiten erschlie\u00dfen sich erst, wenn man jedes Medium f\u00fcr sich betrachtet. Wobei die Wahl eines bestimmten Mediums einer k\u00fcnstlerischen Aussage mehr Intensit\u00e4t verleihen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da jeder Bereich f\u00fcr sich eine hohe Komplexit\u00e4t beinhaltet, nimmt mich die Malerei alleine voll in Anspruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn ich meiner Aussage in der Malerei kein Gewicht geben kann, kann ich es auch nicht in der Bildhauerei oder in der Fotografie. Jede Technik f\u00fcr sich ist eine komplexe Sprache, die man erlernen und anzuwenden lernen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Meine Einstellung gegen\u00fcber Fotografie war fr\u00fcher eher absch\u00e4tzig, bis ich vor vielen Jahren eine Ausstellung in der Hypo-Kunsthalle mit Arbeiten von Helmut Newton sah. Diese Arbeiten haben meine Einstellung zur k\u00fcnstlerischen Fotografie grundlegend ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Sektion1&#8243; _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|2px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Soppe_Klaus_Stadtstreicher.png&#8220; title_text=&#8220;Stadtstreicher&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;2px||41px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ce1b18;\">Klaus Soppe<br \/> STADTSTREICHER<br \/><span style=\"font-size: x-small;\">(c) Klaus Soppe<\/span><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Teilnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_margin=&#8220;||0px|||&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|0px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||3px|||&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;||-2px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong style=\"font-size: 16px;\">Ein Punkt Ihrer Biografie, der besonders bemerkenswert erscheint: Von 1981 bis 1982 waren Sie Leiter der Grafischen Abteilung der Bundeswehrdruckerei Adenau. Was war Ihre Aufgabe? An welchen Vorgaben mussten Sie sich orientieren? Was haben Sie aus diesen Aufgaben gelernt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einige Erfahrungen bei der Bundeswehr waren weniger bemerkenswert und sind nicht erw\u00e4hnenswert. Interessant war die Einheit, bei der ich stationiert war, die PSV oder Psychologische Verteidigung der Bundeswehr. Bis zu meinem Einzug, gegen den ich mich damals erfolglos wehrte, wusste ich nichts von einer solchen Einrichtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die PSV der Bundeswehr besteht aus drei Z\u00fcgen: Funkzug, Druckereizug und Ballonzug. Ich war im Druckereizug und nach der Grundausbildung in der Bundeswehrdruckerei in Adenau stationiert. Eine winzige Niederlassung mit damals ca. 30 Mann Besetzung inklusive eines hervorragenden Kochs und freundlichem Wachpersonal.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich lernte vieles \u00fcber den Offsetdruck, hierarchisches Denken und Handeln, wie man Vorgesetzte korrekt gr\u00fc\u00dft oder gemeinschaftlich einen Fu\u00df vor den anderen setzt und dass es eine psychologische Kriegsf\u00fchrung tats\u00e4chlich gibt, die im Zweiten Weltkrieg u.\u00a0a. im Verteilen von Flugbl\u00e4ttern bestand, welche mit Hilfe von Wetterballons sowie der Berechnung von Wind- und Steiggeschwindigkeit \u00fcber gegnerischem Gebiet abgeworfen wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich habe also gelernt, dass man mit \u00bbgut\u00ab-illustrierten Flugbl\u00e4ttern die Moral von kampfeswilligen Soldaten zersetzen kann. Vorausgesetzt man kennt seinen Feind!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und um eine Frage\/Antwort vorwegzunehmen: Nein, dieses Wissen flie\u00dft nicht in meine Malerei ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Ihre Gem\u00e4lde scheinen alle mit \u00e4u\u00dferster Sorgfalt geplant und als das Ergebnis feiner Abw\u00e4gungen und Studien. Was geschieht alles, bevor Sie an die Leinwand herantreten? Dauert die Vorbereitung l\u00e4nger als die eigentliche Ausf\u00fchrung oder l\u00e4sst sich das gar nicht trennen? Experimentieren Sie auf der Leinwand? Und haben Sie manchmal Lust einfach drauflos zu malen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Lust drauf los zu malen \u00fcberkommt mich \u00f6fter, nur gef\u00e4llt mir das Ergebnis in den wenigsten F\u00e4llen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Viele meiner Bilder entstehen zuerst im Kopf und in meinem Bauch, ich male also oft in meiner Vorstellung. Kommen die ersten Gedankenbilder wieder und wieder in mein Bewusstsein, mache ich erste Zeichnungen im Skizzenbuch. Hier kann ich zum ersten Mal meine Vorstellungen sehen und entscheide, ob ich sie in eine Malerei transportieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Steht die Skizze, geht\u2019s an die Umsetzung. Im Falle des pr\u00e4mierten Bildes \u00bbMutiger Junge\u00ab waren nach den ersten Zeichnungen Fotografien zu machen und das Outfit des \u00bbMutigen Jungen\u00ab zu besorgen, das ich im Kost\u00fcmfundus der Bavaria Filmstudios fand \u2013 Stil, Art und Zeitalter der Kleidung waren mir wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine talentierte junge Dame war damals das Model und von ihr stammt auch die eindringliche Pose des Jungen im Bild. <em>Meine<\/em> Vorgaben zu unterschiedlichen Posen waren dagegen wertlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Farbskizzen und -proben folgen im Anschluss auf einer separaten Tafel, das ist mit der wichtigste Moment, die Farben m\u00fcssen zu 100 % passen sonst \u00bbfunktioniert\u00ab das Bild nicht. Erst dann geht\u2019s an die Leinwand. Die Malerei selber hat mit dem urspr\u00fcnglichen Fotomaterial nichts mehr zu tun, es ist also nur ein Vehikel f\u00fcr meine Malerei.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Der K\u00fcnstler \u2013 so stelle ich es mir vor \u2013 hat eine Work-Life-Balance, wie sie immer mehr Menschen teilen: Man arbeitet projektbasiert und hat eigentlich nie wirklich Feierabend. Sehnen Sie sich manchmal nach einer 40-Stunden-Woche und einem Dienst, den man nach Vorschrift machen kann? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich sehne mich nach einem Bett neben meiner Staffelei, also dem Zustand, jederzeit malen (arbeiten) zu k\u00f6nnen und ein Projekt konsequent zu Ende bringen zu k\u00f6nnen. Das w\u00e4re, gef\u00fchlt, der optimale Zustand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber da gibt es noch viele andere To-dos, vor allem die Nahrungsaufnahme und die Pflege sozialer Kontakte etc., die den Alltag pr\u00e4gen. Meine Frau Sandra und ich sind schon sehr nahe am Optimum, wir haben das Gl\u00fcck, dass unsere Wohnung und unser Atelier unter einem Dach liegen und nur durch eine T\u00fcr getrennt sind. So k\u00f6nnen wir unsere eigene Work-Life-Balance sehr flexibel leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dienst hei\u00dft, jemandem zu dienen. Das ist eine l\u00f6bliche Sache insbesondere dann, wenn man dem Allgemeinwohl dienen kann. Oft plagt mich mein schlechtes Gewissen beim Malen und meine, dass ich etwas vollkommen Unn\u00fctzes tue. Dann rufe ich mir eine Bemerkung Robins in Erinnerung, dass Malen (Kunst) machen zu k\u00f6nnen, der gr\u00f6\u00dfte Luxus auf dieser Welt sei.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Sektion1&#8243; _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_padding=&#8220;3px|0px|2px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20200707_184732_captureB-1.jpg&#8220; title_text=&#8220;Klaus Soppe und Sandra Kolondam&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;-1px||41px||false|false&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ce1b18;\">Klaus Soppe und Sandra Kolondam im gemeinsamen Atelier<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Teilnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; height=&#8220;100%&#8220; custom_padding=&#8220;0px|0px|94px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong style=\"font-size: 16px;\">Sie teilen sich ein Atelier mit Ihrer Frau Sandra Kolondam, die Malerin ist. Was ist die wichtigste Bereicherung f\u00fcr Ihr Schaffen aus dieser gemeinsamen (oder parallelen) Arbeit?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine der vielen, gro\u00dfen Bereicherungen ist die Gewissheit oder Erfahrung, einen Menschen an meiner Seite zu haben, der die vielen Besonderheiten einer Malerexistenz kennt, versteht und teilt. Sandra gibt mir das Gef\u00fchl, dass ich das Richtige tue, dass die Malerei einen ebenso wichtigen Stellenwert in unserem Dasein hat wie vielleicht f\u00fcr andere Menschen die Finanzierung eines Eigenheims.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Welche Rolle spielt der Betrachter f\u00fcr Ihr Schaffen? Was muss ein Gem\u00e4lde mit dem Betrachter anstellen, damit Sie mit dem Gem\u00e4lde zufrieden sind? Und umgekehrt, wie sollte sich der Betrachter Ihrem Werk n\u00e4hern (z. B. mit welcher Vorkenntnis, welcher Geisteshaltung, in welcher Stimmung, in welchem Setting)? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Meine Auffassung ist, dass jede Malerei f\u00fcr einen Betrachter in erster Linie ein Spiegel seiner selbst ist, seiner eigenen Erwartungen, seiner Sehns\u00fcchte, seiner subjektiven Erlebnisse, die ihn gepr\u00e4gt und zu dem gemacht haben, was er ist, sowie seiner momentanen Gem\u00fctsverfassung w\u00e4hrend des Betrachtens eines Bildes.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch die Voraussetzung eines bestimmten Settings ist \u2013 bis auf die Ausleuchtung der Malereien \u2013 f\u00fcr mich keine Notwendigkeit, obwohl ich mir hin und wieder w\u00fcnsche, dass die Wirkung meiner Bilder eine \u00e4hnliche Voraussetzung wie die Versuchsreihen von Prof. Timothy Leary ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So habe ich also keine Erwartungen an den Betrachter oder setze etwas voraus, es w\u00e4re f\u00fcr mich eine schier unl\u00f6sbare Aufgabe, einem solchen Anspruch in der Umsetzung einer Malerei gerecht zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Oder von der anderen Seite betrachtet, ich sehe mich au\u00dferstande, ein Bild zu malen, das bei allen Betrachtern das gleiche Gef\u00fchl oder die gleiche Erkenntnis oder Bewertung etc. hervorruft.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion Wei\u00df&#8220; module_id=&#8220;Teilnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; background_color=&#8220;#ce1b18&#8243; height=&#8220;100%&#8220; custom_padding=&#8220;0px|0px|0px|0px||&#8220; saved_tabs=&#8220;all&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; custom_padding=&#8220;0px|0px|31px|0px||&#8220; custom_width_px=&#8220;710px&#8220; locked=&#8220;off&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_position=&#8220;top_left&#8220; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_divider divider_weight=&#8220;3px&#8220; disabled_on=&#8220;off|off|off&#8220; admin_label=&#8220;Trenner&#8220; _builder_version=&#8220;4.4.4&#8243; background_color_gradient_direction=&#8220;90deg&#8220; width=&#8220;33px&#8220; max_width=&#8220;100px&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; height=&#8220;5px&#8220; custom_margin=&#8220;||20px|&#8220; custom_padding=&#8220;||8px||false|false&#8220; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;bottom&#8220; locked=&#8220;off&#8220;][\/et_pb_divider][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #ffffff; font-size: small;\">Interview von Andreas Pawlitschko<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_button button_url=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/&#8220; button_text=&#8220;Zur\u00fcck zur Startseite&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_size=&#8220;14px&#8220; button_text_color=&#8220;#ffffff&#8220;][\/et_pb_button][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Klaus SoppeThema des Kunstwettbewerbs ist der menschliche K\u00f6rper. 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