{"id":3028,"date":"2022-05-02T15:38:59","date_gmt":"2022-05-02T13:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/?page_id=3028"},"modified":"2023-04-18T11:48:28","modified_gmt":"2023-04-18T09:48:28","slug":"p_schmelcher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/en\/p_schmelcher\/","title":{"rendered":"p_Schmelcher"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#f4f4f4&#8243; custom_padding=&#8220;||3px|||&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Schmelcher-1.png&#8220; title_text=&#8220;Kokons&#8220; align=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font_size_tablet=&#8220;14px&#8220; text_font_size_phone=&#8220;&#8220; text_font_size_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220; header_5_font_size_tablet=&#8220;14px&#8220; header_5_font_size_phone=&#8220;&#8220; header_5_font_size_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220;]<\/p>\n<h1>Max Schmelcher<\/h1>\n<p><strong>Kokons<\/strong>, 2021\/22<br \/> Verchromter Draht, 4 St\u00fcck, je ca. 220 x 50 x 50 cm<br \/> (Leihgabe des K\u00fcnstlers)<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\"><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; text_font_size_tablet=&#8220;14px&#8220; text_font_size_phone=&#8220;&#8220; text_font_size_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220; header_5_font_size_tablet=&#8220;14px&#8220; header_5_font_size_phone=&#8220;&#8220; header_5_font_size_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>An der Fassade der mSE Kunsthalle hat Max Schmelcher gro\u00dfe Gewebe aus verchromtem Draht angebracht, die sich im Wind bewegen und in der Sonne glitzern. In den \u00bbKokons\u00ab von einer L\u00e4nge zwischen zwei und zweieinhalb Metern h\u00e4tte ein Mensch, der sich verpuppen wollte, Platz. Tats\u00e4chlich scheint in einem der silbrigen Gebilde, dem in der Nord-Ost-Ecke des Geb\u00e4udes, der Umriss einer menschlichen Gestalt durch das Gespinst, die anderen Kokons zeigen anscheinend fr\u00fchere Stadien der Transformation.<\/p>\n<p>Max Schmelcher wurde 1959 in Lindenberg geboren. 1988 schloss er sein Studium an der M\u00fcnchner Kunstakademie, wo er Meistersch\u00fcler von Erich Koch gewesen war, ab. Seither arbeitet er als Bildhauer in den Materialien Stein, Bronze, Metall und Holz, aber auch mit dem Naturmaterial Torf, das sich im Trocknungsprozess selbst\u00e4ndig und nicht genau steuerbar ver\u00e4ndert. Der K\u00fcnstler l\u00e4sst den Schaffensprozess als behutsame Ann\u00e4herung an nat\u00fcrliche Prozesse zu. Die Faszination f\u00fcr Vorg\u00e4nge in der Natur inspirierte Max Schmelcher auch zu den \u00bbKokons\u00ab: Die Werke sind den Kokons des Nachtpfauenauges nachempfunden.<\/p>\n<p>Seit mehreren Jahren z\u00fcchtet der K\u00fcnstler heimische Schmetterlinge, beobachtet ihren Lebenszyklus und baut die Produkte ihrer Metamorphose \u2013 darunter die Kokons und das leuchtend rote Mekonium, das Schmetterlinge bei der erstmaligen Entfaltung ihrer Fl\u00fcgel aussto\u00dfen \u2013 in seine Kunstwerke ein. Den Bau des Kokons eines Nachtpfauenauges beschreibt Max Schmelcher als Gewebe aus einem einzigen Seidenfaden, das er mit seinen \u00bbKokons\u00ab, die je aus einem einzigen Draht gefertigt sind, nachahmt. Das Kleine Nachtpfauenauge, das in Mitteleuropa verbreitet ist, geh\u00f6rt zu den Pfauenspinnern, von denen manche Unterarten zur Seidenproduktion eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Nachtpfauenaugen fliegen f\u00fcr kurze Zeit zwischen Mitte April und Mitte Mai, die M\u00e4nnchen bei Tag auf der Suche nach Weibchen, deren Duftstoffe sie kilometerweit wahrnehmen k\u00f6nnen, die Weibchen nachts zur Eiablage. Die Eier werden an Futterpflanzen abgelegt, wo die Raupen schl\u00fcpfen und sich einen Fettvorrat anfressen, der f\u00fcr den Rest ihres Lebens reicht. An gesch\u00fctzten Stellen, wie es proportional vergr\u00f6\u00dfert das Vordach und die Streben der Kunsthalle sind, bauen die Raupen einen Kokon, in dem sie w\u00e4hrend ihrer Verpuppung geborgen sind und vor dem Schl\u00fcpfen \u00fcberwintern. Die Kokons sind eif\u00f6rmig und braun. Wenn das Nachtpfauenauge als flugf\u00e4higes Vollinsekt schl\u00fcpft, ist es im letzten Stadium der Metamorphose nur noch auf Fortpflanzung aus. Es nimmt keine Nahrung mehr auf und hat auch keine funktionierenden Mundwerkzeuge mehr, es best\u00e4ubt keine Bl\u00fcten, sondern fliegt bei Tag oder Nacht auf der Suche nach einem Weibchen beziehungsweise nach einem Ort zur Eiablage.<\/p>\n<p>Wenngleich Schmetterlinge in ihrem Flug besonders zart und empfindlich wirken, sind sie sehr artenreich und weitverbreitet; das Kleine Nachtpfauenauge ist in Mitteleuropa in seinem ausgedehnten Verbreitungsgebiet h\u00e4ufig, wenngleich der Gro\u00dfteil des Lebens der Tiere in fr\u00fcheren Entwicklungsstufen verbracht wird. Diese Daseinsform mit einer scheinbar reglosen Zwischenphase der Verpuppung macht Schmetterlinge zu besonders symboltr\u00e4chtigen Tieren.<\/p>\n<p>In Griechenland bezeichnet \u00bb\u03c8\u03c5\u03c7\u03ae\u00ab sowohl den Schmetterling als auch die Seele eines Toten. Der Schmetterling galt in der Antike als Sinnbild der Wiedergeburt und der Unsterblichkeit; die Seele wird h\u00e4ufig mit Schmetterlingsfl\u00fcgeln dargestellt, wie Psyche, die mythologische Geliebte des Amor, deren sp\u00e4tere Darstellungen wegen besagter Fl\u00fcgel oft ausgesprochen kitschig wirken. F\u00fcr das Christentum ist der Schmetterling ein sehr seltenes, eher kurioses Symbol der Auferstehung, wobei die frappante Un\u00e4hnlichkeit von Raupe und Schmetterling eine anschauliche Erinnerung daran sein kann, dass das Leben nach der Auferstehung nicht als blo\u00dfe Fortsetzung des irdischen Lebens verstanden werden darf.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\"><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; custom_padding=&#8220;|20px||20px|false|true&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243; background_color=&#8220;#fe7d4d&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_text_color=&#8220;#ffffff&#8220; custom_margin=&#8220;||1px||false|false&#8220; text_font_size_tablet=&#8220;14px&#8220; text_font_size_phone=&#8220;&#8220; text_font_size_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220; header_5_font_size_tablet=&#8220;14px&#8220; header_5_font_size_phone=&#8220;&#8220; header_5_font_size_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220;]<\/p>\n<p>Am selben Tag kamen zu Jesus einige von den Sadduz\u00e4ern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung. Sie fragten ihn: Meister, Mose hat gesagt: Wenn ein Mann stirbt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder dessen Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Bei uns lebten einmal sieben Br\u00fcder. Der erste heiratete und starb, und weil er keine Nachkommen hatte, hinterlie\u00df er seine Frau seinem Bruder, ebenso der zweite und der dritte und so weiter bis zum siebten. Als letzte von allen starb die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt euch; ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes. Denn nach der Auferstehung heiratet man nicht, noch wird man geheiratet, sondern die Menschen sind wie Engel im Himmel. (Matth\u00e4us 22,23\u201330)<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#ffffff&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Passion-im-Tal-Key-Visiual-Quadrat.png&#8220; title_text=&#8220;Zum Skulpturenweg&#8220; url=&#8220;https:\/\/www.mse-kunsthalle.de\/passion-im-tal\/&#8220; align=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.7.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;30%&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Max Schmelcher Kokons, 2021\/22 Verchromter Draht, 4 St\u00fcck, je ca. 220 x 50 x 50 cm (Leihgabe des K\u00fcnstlers) An der Fassade der mSE Kunsthalle hat Max Schmelcher gro\u00dfe Gewebe aus verchromtem Draht angebracht, die sich im Wind bewegen und in der Sonne glitzern. 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