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Hans Panschar
Nägel mit Köpfen, 2019/20
Eichenholz, geschwärztes Eichenholz, 280 cm, 250 cm, 240 cm (H)
Leihgabe des Künstlers

 

 

So überzog er das Haus, die Balken, die Schwellen, seine Wände und Türen mit Gold und ließ in die Wände Kerubim einschnitzen. Er schuf den Raum des Allerheiligsten. Seine Länge betrug zwanzig Ellen, der Breite des Hauses entsprechend, und seine Breite zwanzig Ellen. Er überzog es mit echtem Gold im Gewicht von sechshundert Talenten. Für die Nägel verwendete er Gold im Gewicht von fünfzig Schekeln. Auch die Obergemächer ließ er mit Gold verkleiden. Im Raum des Allerheiligsten ließ er zwei Kerubim als gegossene Standbilder anfertigen und mit Gold überziehen. (2. Chronik 3,7–10) 

Vom Weiherweg aus zu sehen: Am nördlichen Dorfrand von Unterammergau ragt der spätgotische Turm mit Spitzhelm der sogenannten Kappelkirche auf. Die Kirche heißt auch „Heilig Blut“, weil sie auf das Heilige Blut Jesu geweiht ist, von dem eine Reliquie in der Kirche verwahrt wird. Wegen einer Blut-Reliquie war die Kappelkirche lange Zeit ein Wallfahrtsort, allerdings nicht wegen der heutigen, die erst 1734 aus Italien nach Unterammergau kam, sondern einer früheren wegen, die die Welfen im 11. Jahrhundert akquiriert und gestiftet hatten und die im Spanischen Erbfolgekrieg (1703) geraubt worden ist. Unabhängig davon ist das Gotteshaus, das im 17. Jahrhundert neu errichtet wurde, mit seinem lichten Barock- und Rokokodekor aus dem 18. Jahrhundert unter architektonischem Gesichtspunkt allemal einen Spaziergang wert.